Max F. Perutz

"In science, truth always wins."

Max F. Perutz, FRS (1914-2002)

Die Max F. Perutz Laboratories wurden zur Ehre eines ausergewöhnlichen Lehrers und Wissenschaftlers nach Max Ferdinand Perutz benannt. Max Perutz erhielt 1962 gemeinsam mit John C. Kendrew den Nobelpreis für Chemie für seine Forschung zur Struktur von globulären Proteinen.

Max Perutz wurde 1914 in Wien geboren. Perutz stammt aus einer Familie von Textilfabrikanten, die durch die Einführung der mechanischen Spinner- und Weberei während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert vermögend wurden. Während seiner Schulzeit am Theresianum in Wien, weckte ein Lehrer schon früh sein Interesse an Chemie. Er begann sein Studium 1932 an der Universität Wien, aber wegen schlechter Karierremöglichkeiten für Wissenschaftler in Österreich emmigrierte er 1936 nach England und studierte am Cavendish Laboratory in Cambridge. Nach Hitlers Invasion in Österreich wurde das Familienunternehmen Perutz enteignet und seine Eltern wurden Flüchtlinge. Max Perutz entschied sich deswegen, seine Karriere in Cambridge fortzusetzen.

Perutz und seine Kollegen konnten 1959 die Struktur von Hämoglobin entschlüssen. Die Arbeit wurde im Februar 1960 in Nature publiziert und Perutz erhielt den Nobelpreis für Chemie 1962 gemeinsam mit John C. Kendrew, der die Struktur von Myoglobin entdeckt hat.

Zusätzlich zu seiner Forschung, war Max Perutz einer der Pioniere auf dem Gebiet der Molekularbiologie und einer der Gründerväter des „Laboratory of Molecular Biology“ (LMB) in Cambridge. Er war auch beteiligt an der Gründung der „European Molecular Biology Organization“ (EMBO) in Heidelberg, Deutschland.

Max F. Perutz starb im Februar 2002 in Cambridge.